Michael Nickel

  • 2017 09 Im Urlaub besser 1(*Sofern Dir bestimmte Lebensprinzipien fehlen)

    "Im Urlaub ist alles besser!" - Diesen Satz würden viele von uns unterschreiben. Gemeint ist damit, dass viele von uns sich im Urlaub anders und oft viel besser fühlen als im Alltag. Oft ist es ein Gefühl von Ausgeglichenheit, innerer und äußerer Ruhe und Lebendigkeit, das sich im Urlaub einstellt. Wir schieben diese Erholung und Veränderung darauf, dass wir aus dem Alltag ausgebrochen sind und kehren danach in den selben Alltag zurück, in völliger Akzeptanz, dass wir dieses Gefühl der Ausgeglichenheit wieder mehr oder weniger schnell verlieren werden. Du kennst das! Ist es nicht so? Wir denken oft, dass wir genau so einen Urlaub brauchen, um in dieses Gefühl von Ausgleich und positiver Lebendigkeit zu kommen. Doch ist das wirklich so? – Können wir aus der kritischen Betrachtung von Alltag versus Urlaub nicht etwas über die Energien und Prinzipien lernen, die im einen und im anderen Fall wirken?

  • Dich von der Krankheit Stress zu heilen will gelernt seinStress und Anspannung sind die Ursache vieler unserer (Zivilisations-)Erkrankungen. Doch nicht nur das: sie sind auch die Begleiterscheinung von Krankheiten. Und noch mehr: sie fallen für sich genommen schon in die Kategorie „Krankheit“! Bestehen Stress oder Anspannung über längere Zeit oder gar als Dauerzustand, bringen sie uns aus dem Gleichgewicht. Wir mögen es nur daran merken, dass wir weniger „unter Strom stehen“ und vielleicht gereizter sind. Das bedeutet jedoch, dass sie sowohl unsere mentalen und emotionalen Prozesse aus der Balance oder „der Bahn“ werfen, aber eben zusätzlich auch eine Menge biochemischer Prozesse im Körper, wie etwa unseren Hormonhaushalt, den Zellmetabolismus oder allgemein gesprochen den Zustand unseres autonomen Nervensystems und damit alle Stoffwechselfunktionen, die von ihm beeinflusst werden.

    Entspannungsverfahren bringen Linderung und Heilung von diesem „kranken“ Zustand von Dauerstress und Anspannung. Doch nicht alle Verfahren bewirken dasselbe! Manche sind wie ein Pflaster oder eine Schmerztablette, die kurzfristig unsere Symptome lindern. Andere Verfahren sorgen wirklich dafür, dass wir den Stress und die Anspannung wieder vollständig oder größtenteils loswerden, damit wir neue Kraft tanken können und zwar mehr als uns die Herausforderungen des Lebens kosten. Also echte Heilung von Stress und Anspannung.

    Um es klar zu sagen: wir benötigen dringend beide Kategorien von Entspannungstechniken in unserem Leben! Oft ist es sogar nötig, zuerst die einfachen und kurzen Verfahren kennen zu lernen und zu nutzen, die eher wie „ein Pflaster oder eine Schmerztablette gegen Stress“ wirken, bevor wir überhaupt in der Lage sind, die Verfahren zu nutzen, die uns helfen aus Überlastung in einen freudvollen Umgang mit Herausforderungen zu gelangen. Solche Verfahren sind dann in der Tat mit einer höchst effektiven Medizin vergleichbar, die Heilung bringt.

    In diesem Sinne heißt das Motto für ein freudvolles Leben: „Heilsam entspannen lernen!“. Welche Technik und welche praktische Umsetzung zu Dir und Deinen Umständen passt, ist immer eine Entscheidung im Einzelnen. Dabei hilft Dir ein erfahrener Lehrer. Die Prinzipien kannst Du Dir jedoch auf ganz unterschiedliche Weisen aneignen. Der lange, aber zugegebenermaßen lehrreiche Weg ist es, die vielen zur Verfügung stehenden CDs und MP3-Dateien mit angeleiteten Entspannungen auszuprobieren und zu schauen, wie sie wirken. Dabei fehlt dann aber oft die persönliche Anpassung des „Wie oft üben? Wann üben? Wie lange üben? Wie körperlich und mental auf die Entspannungsübung vorbereiten?“. All das bekommst Du wiederum am besten in einem vertiefenden praktischen Seminar oder Workshop bei erfahrenen Lehrern.

    Du bist bereit, etwas in diesem Sinne zur Heilung Deiner Krankheit „Stress und Anspannung“ zu tun? Warum nicht gleich dieses Wochenende in meinem Workshop „Heilsam entspannen“, am kommenden Sonntag, 11. März 2018, von 14:00 bis 18:45 Uhr im Yoga Süd in Stuttgart im Heusteigviertel?

    Es sind noch Teilnehmer-Plätze frei. Die Anmeldung ist bis Freitag, 14:00 Uhr möglich.

    Kurze Entspannungssequenzen, die wie ein Pflaster oder eine schnell wirkende Schmerztablette gegen Stress funktionieren, bekommst Du nach wie vor als kostenlose Audio-Downloads auf meiner Seite und seit neustem auch als Videos mit mir auf Gaia.com. Im Workshop lernst Du eine modulare Technik des Yoga Nidra aus der Tradition der Meister des Himalayas kennen. Diese lässt sich so an Deine Bedürfnisse anpassen, dass Du von effektiver kurzfristiger Linderung von Stresssymptomen bis hin zur vollständigen Heilung Deiner Stress-Belastung alles erreichen kannst.

    Deinen persönlichen Prozess des Lösens von krankmachender Anspannung zu unterstützen ist auch eine der Missionen meiner beiden monatlichen Veranstaltungsreihen „Slow Deep Sunday“ und „Slow Deep Wednesday“. Sie helfen Dir, in die Regelmäßigkeit zu kommen, in der ja bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg dieser Übungen liegt.

    Egal ob in Sachen Workshop oder Slow Deep Stunden: Bei Fragen stehe ich vorab gerne per eMail oder telefonsich zur Verfügung. Falls ich nicht direkt erreichbar bin, zögere nicht, mir auf den Anrufbeantworter zu sprechen, ich melde mich dann zurück, sobald ich kann.

    Herzliche Grüße und heilsames Entspannen!
    Michael

  • Psoas und SavasanaDein Lendenmuskel (Psoas) hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie Deine Entspannung in Rückenlage aussieht!

    Du glaubst es nicht? - Brauchst Du in Savasana etwas unter die Knie oder den Kopf, um wirklich loslassen zu können? Oder spürst Du manchmal eine leichte Spannung im unteren Lendenwirbelbereich, wenn Du flach auf der Matte liegst? - Dann spielt in irgendeiner Weise der Spannungs- und Verkürzungszustand Deines Psoas mit. Der Psoas ist einer der längsten und kräftigsten Muskeln im Körper. Obwohl er "nur" entlang der (5) Lendenwirbel an der Wirbelsäule ansitzt und wirkt, hat er über die biomechanischen Zusammenhänge der Wirbelsäule Einfluss auf deren Wölbungen über die ganze Länge... Ob "Hohlkreuz" oder "Buckel" oder auch nur die leichteste Tendenz zu einem dieser beiden Extreme, der Psoas spielt mit...

  • Dein Psoas ist die WiegeWas hat der Lendenmuskel oder Psoas mit einem heranwachsenden Kind im Mutterleib zu tun? - Nicht viel auf den ersten Blick, doch auf den zweiten Blick entpuppt sich der Psoas als Wiege im Leib der Mutter... je größer der Fötus wird, um so enger kommt der Uterus in Kontakt mit den beiden Lendenmuskel-Strängen - und im Liegen bildet er eine Unterlage, die den Uterus teilweise umfließt.

    Doch der Psoas ist auch einer der Muskeln, der als erstes und am intensivsten auf Stress reagiert.

    Was das heißt? 1+1=2. Akkumulierter Stress im Lendenmuskel = Stress in der Wiege...

    Wie Du Deinen Psoas zum Freud machst, und ihm Länge und Gelöstheit schenkst - ganz egal ob Du schwanger bist oder nicht, ob Frau oder Mann - lernst Du in meinem nächsten Psoas-Workshop. Ich biete zumindest jede halbe Jahr einen Psoas-Workshop im Großraum Stuttgart an und komme auch gerne für einen Halb- oder Ganztagesworkshop zu diesem spannenden Thema in Deine Gegend. Besonders intensiv und gezielt auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten kann man in einer Einzelstunde am Psoas arbeiten.

  • 2017 12 spirituell quadrat 1000In der Yoga-Welt erlebe ich oft zwei Extreme. Nehme ich das Wort „Spiritualität“ in den Mund, beginnen bei fast der Hälfte die Augen zu glänzen und bei der beinahe anderen Hälfte gehen die Mundwinkel nach unten. Und dann gibt es noch einen kleinen Rest, die einfach nur aufmerksam neutral zuhören. Man könnte meinen, das heißt, dass die erste Gruppe diejenigen umfasst, die „spirituell sind“, die zweite diejenigen, die „nicht spirituell sind“ und die dritte, diejenigen, die sich äußerlich nicht anmerken lassen, in welche Gruppe sie gehören. Doch so einfach ist es nicht. Denn jeder Mensch tickt „spirituell“, ob wir es wollen oder nicht. – Du glaubst es nicht?

    Was ist Spiritualität?

    Die Kernfrage lautet: Was ist Spiritualität? Wikipedia führt uns auf die richtige Spur. Die Definition dort lautet:

    Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgriechisch ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche) bedeutet im weitesten Sinne „Geistigkeit“ und bezeichnet eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung.“ (Eintrag Spiritualität bei Wikipedia, Abfrage am 5.12.2017)

    Wichtig ist der letzte Halbsatz, denn wenn wir heute das Wort Spiritualität in den Mund nehmen, denk beinahe jeder, egal ob in der Yoga-Szene oder außerhalb, sofort an religiöse Themen. Doch das trifft es eben nicht. Man könnte nun natürlich argumentieren, dass alles, was die Psyche umfasst „Spiritualität“ ist, doch auch das wäre wiederum nicht hilfreich, um das Wort sinnfüllend zu benutzen.

  • Fluegel Michael NickelJeder Mensch ist hier und da für andere Menschen ein Engel. Auch Du und ich... Manchmal hilft es, wenn uns jemand vorlebt und zeigt, wie man öfter ein Engel für andere sein kann. Dieser Jemand ist für mich Rod Stryker, einer der inspirierendsten Yogalehrer, der mir bisher begegnet ist.

    Nach dreieinhalb Jahren intensivem Studium mit Rod Stryker bin ich nun ParaYoga Level 2 zertifiziert. Kaufen kann ich mir davon nichts, denn ParaYoga ist in Deutschland kaum bekannt. Es geht auch gar nicht um das Zertifikat an sich, auch wenn ich nun einer von weltweit nur 25 Level 2 Lehrern bin. Es ging bei dieser Zertifizierung, wie schon bei Level 1 vor einem Jahr, um den persönlichen Prozess der Integration, den die intensive ParaYoga-Prüfung anstößt. Integration eines Wissen- und Erfahrungsschatzes aus 10 großen ParaYoga Master Trainings und Jahren intensiver eigener Praxis und Arbeit mit Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Diese Integration schärft die Intuition für die Arbeit in den Stunden mit Euch. Sie verändert meine Art, Euch durch die Stunden zu führen und Euch in Einzelarbeit in Eurer persönlichen Transformation zu begleiten.

    Und wenn dann jemand, wie letzte Woche, nach einer Yogastunde mit einem entspannten Lächeln zu mir sagt "Ich habe völlig die Zeit vergessen" und geerdet den Raum verlässt, dann weiß ich, dass diese Person zumindest für einige Zeit nach der Stunde für andere Menschen ein Engel sein kann. Denn das ist es, was Yoga für uns macht: es verleiht uns Flügel. Flügel der Menschlichkeit...

    Ich danke ganz herzlich meinem Lehrer Rod Stryker und der ganzen ParaYoga Community für's beflügeln!

    Mehr über ParaYoga und Rod Stryker:
    www.parayoga.com

  • 2017 12 jyotirDie dunkelsten Wochen des Jahres liegen vor uns. Wie reagierst Du darauf? Ertappst Du Dich auch immer wieder einmal dabei, zu beklagen, dass es so früh dunkel wird?

    Was bedeutet das eigentlich, wenn wir uns über die langen Nächte beklagen? Dass uns das äußere Licht fehlt, dass uns die Sonne unermütlich spendet. - Eigentlich ein schöner Gedanke, denn er trägt, wenn auch etwas versteckt, unsere Dankbarkeit für das äußere Licht in der Natur in sich.

    Doch wir alle tragen ein Inneres Licht in uns. Das Licht des reinen Bewusstsein - OM JYOTIR AHAM! - darüber spricht Yoga Sutra 1.36: viśokā vā jyotiṣmatī - in uns existiert ein Zustand jenseits des Leides, der voller Licht und Wonne ist. Dieses Licht ist unser innerster Wesenskern und Dreh und Angelpunkt vieler traditioneller Praktiken von Yoga und Meditation.

  • 2017 11 Psoas lösen will gelernt seinDer Psoas oder Lendenmuskel bekommt in Yogakreisen regelmäßig viel Aufmerksamkeit. Es hat sich herumgesprochen, dass der Psoas nicht nur an den meisten Fehlhaltungen der Wirbelsäule seinen Anteil hat, sondern, dass er auch einer der Hauptbeteiligten ist, wenn es um unspezifische, stress-bedingte Rückenschmerzen geht. Doch selbst, wenn keine offensichtliche Wirbelsäulen-Fehlstellung vorhanden ist und keine Rückenschmerzen das Leben schwer machen, kann es sein, dass der Psoas seine Arbeit so gut macht, dass es schon zu viel des Guten ist.


    Was ist denn eigentlich die Aufgabe des Lendenmuskels?

    Anatomisch ist er in vielerlei Hinsicht besonders: der einzige Muskel, der die Wirbelsäule direkt mit den Beinen verbindet; der längste Muskel des Körpers; einer der stärksten Muskeln des Körpers. Die Funktion klingt weniger spektakulär, ist aber für uns Menschen als aufgerichtete Säugetiere extrem wichtig: das Lendenmuskelpaar stabilisiert im Stehen, Bewegen und Sitzen das 3D- Zusammenspiel zwischen Wirbelsäule und Beinen.

© Santosha-Yoga - Dr. Michael Nickel.
Alle Rechte vorbehalten.

 

 

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