Santosha Yoga Stuttgart Banner Logo

2017 Blog 1600

 

Yoga ist eine Methode, die Dir hilft klar zu denken - sei es über Dein Leben oder über Dein Selbst.

Zitat: Rod Stryker  

Dein Psoas ist die WiegeWas hat der Lendenmuskel oder Psoas mit einem heranwachsenden Kind im Mutterleib zu tun? - Nicht viel auf den ersten Blick, doch auf den zweiten Blick entpuppt sich der Psoas als Wiege im Leib der Mutter ... je größer der Fötus wird, um so enger kommt der Uterus in Kontakt mit den beiden Lendenmuskel-Strängen - und im Liegen bildet er eine Unterlage, die den Uterus teilweise umfließt.

Doch der Psoas ist auch einer der Muskeln, der als erstes und am intensivsten auf Stress reagiert.

Was das heißt? 1+1=2. Akkumulierter Stress im Lendenmuskel = Stress in der Wiege ...

Wie Du Deinen Psoas zum Freud machst, und ihm Länge und Gelöstheit schenkst - ganz egal ob Du schwanger bist oder nicht, ob Frau oder Mann - lernst Du in meinem nächsten Psoas-Workshop. Ich biete zumindest jede halbe Jahr einen Psoas-Workshop im Großraum Stuttgart an und komme auch gerne für einen Halb- oder Ganztagesworkshop zu diesem spannenden Thema in Deine Gegend. Besonders intensiv und gezielt auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten kann man in einer Einzelstunde am Psoas arbeiten.

2017 02 Alles WellnessIch sitze im ICE von Frankfurt Flughafen nach Stuttgart auf der Rückreise von einem vierwöchigen Aufenthalt in Indien. Mein persönliches Meditations-Retreat zum Jahresbeginn. Der dritte Aufenthalt dieser Art in Folge, jeweils im Januar/Februar. Ich komme also aus dem Wellness-Urlaub – das ist zumindest, was viele meiner Bekannten, Freunde und Familienmitglieder denken.

Doch wenn ich ihnen von meinen Tagen erzähle, relativiert sich diese Ansicht ganz schnell, denn obwohl das Ziel dieses Aufenthalts für mich tatsächlich ein "gut sein" = Wellness ist, oder genauer gesagt ein "besser sein", erinnert der Tagesablauf eher an den eines Schichtarbeiters, als an den eines Urlaubers. Und so ist dies tatsächlich auch die Dienstreise eines Yogis und kein Urlaub. Wer sich auf ein persönliches Meditations-Retreat dieser Art einlässt, geht tief in den Prozess von Sadhana, wie es die alten Sanskrit-Schriften nennen, die Art der meditativen Lebens- und Übungspraxis, die jede Minute des Seins durchdringt. Dieser Prozess ist seit tausenden von Jahren im Prinzip derselbe, obwohl er für jeden Menschen in Weg und Detail unterschiedlich ist. Man wird zum Sadhaka, zum Aspiranten, der sein ganzes Dasein dem Zweck unterordnet, sein Lebensziel klarer zu sehen und entsprechend zu üben oder zu handeln.

Zwar sollte das auch im Alltag möglich sein, doch in der modernen und schnelllebigen Welt kommt man bei dieser Art der Lebensführung schnell in Konflikt mit familiären und beruflichen Verpflichtungen. Da uns die Bhagavad Gita klar sagt, dass wir diese Verpflichtungen als Teil unseres Lebensweges zu erfüllen haben, blieb für den "Haushälter", also den Menschen, der sein Leben aktiv in Familie und Beruf lebt, schon immer nur der Weg der "zeitlich begrenzten Entsagung", also der temporäre Rückzuges aus dem Alltag. Neudeutsch nennen wir das Retreat. Nun kann man heutzutage auch einen Strandurlaub mit all-täglichem Sundowner-Cocktail als "Retreat" buchen. Doch erfüllt das seinen Zweck? In gewisser, eingeschränkter Weise schon. Doch seien wir ehrlich, wer möchte in einem solchen "Retreat" schon mehr Klarheit über seinen Lebensweg finden – und wer kehrt aus einem solchen Strandurlaub schon mit einem tiefen Gefühl der Klarheit, Zufriedenheit und des Tatendrangs für die kommenden Monate zurück? Doch das ist genau, was ich im Moment fühle und ich bin dafür sehr dankbar. Dankbar vor allem meinen Lehrern, die mir diesen Weg gewiesen haben. Doch woher kommt dieses tiefe Gefühl des in uns Ruhens nach einer solchen intensiven Sadhana-Periode? Es ist das Ergebnis harter Arbeit. Arbeit im Inneren, die einen an die eigenen Grenzen bringen kann und darüber hinaus, wenn man es zu lässt.

 2016 11 Freiheit und Erfuellung(frei nach Yoga Sutra II.18)

Yoga gibt uns tatsächlich eine Antwort auf die Frage nach dem Ziel des Lebens. Und diese Antwort fällt wesentlich weniger hochtrabend aus, als man es von einer zutiefst philosophischen Schrift erwarten könnte. Da steht zunächst nichts davon, Gott zu erfahren, sich selbst zu kennen oder den Himmel auf Erden zu finden. Patanjali nennt in Yoga Sutra II.18 einfach nur zwei Begriffe als Ziel des Lebens: Bhoga = Reichtum an weltlicher Erfüllung und Erfahrung und Apavarga = Freiheit von Anhaftung.

Was? Das soll es gewesen sein? Und was ist damit, in der morgentlichen Meditation in das helle Licht zu tauchen und in diesem Gefühl zu schweben? Nun, das könnte mit beiden Kategorien zu tun haben: es könnte ein Teil von Bhoga sein, dem Reichtum meiner Erfahrung oder - falls ich zu sehr daran hänge und ohne diese bestimmte, definitive "Erleuchtungserfahrung" am Morgen nicht Leben kann - das genaue Gegenteil von Apavarga sein. Dann hafte ich nämlich an diese Erfahrung an.

Zu kompliziert? Zu sehr an den Haaren herbei gezogen? - Gut, dann schauen wir es so an: Freiheit und Erfüllung zugleich als Ziel des Lebens stellt keinen absoluten Fixpunkt dar. Es ist ein relatives Ziel, das wir in jedem Augenblick erreichen oder verfehlen können. Pandit Rajmani Tigunait bringt es klar auf den Punkt: es geht darum, jederzeit der "Beherrscher des ganzen Universums" zu sein oder in anderen Worten Ganesha oder genauer "Gananam Isha", zu deutsch "Herr aller Kräfte". Und das können wir nur sein, wenn wir ein Leben ohne Leid oder Schmerzen führen, wobei uns Yoga hilft: In allen Facetten und auf allen Ebenen.

Anmeldung Newsletter

Um auf dem Laufenden zu bleiben, melde Dich für meine Newsletter an:

Ich akzeptiere die Nutzungsbedingungen und bin mit der dauerhaften Speicherung meiner Daten bis auf Widerruf für den Newsletterversand einverstanden

Michael Nickel, Stuttgart

ParaYoga logo

Über ParaYoga

ParaYoga logo

Demnächst ...

17Sep
18Sep
18.9. 18:00 - 19:20
Yoga der Achtsamkeit (Vaihingen)
18Sep
18.9. 19:30 - 20:50
Hatha Yoga Level 1-2 (Vaihingen)
24Sep
25Sep
25.9. 18:00 - 19:20
Yoga der Achtsamkeit (Vaihingen)
© Santosha-Yoga - Dr. Michael Nickel.
Alle Rechte vorbehalten.

 

 

all inkl banner 157x54 oekostromv1